Altenkirchen / Altenkirchen in Westerwald
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CC-BY-SA-4.0
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Copyright Statement: Image copyright © Katholische Kirchengemeinde Altenkirchen, Mammelzen, 2026
Image Source: digital ohotograph by the Katholische Kirchengemeinde Altenkirchen in Mammelzen https://www.mammelzen.de/wp-content/uploads/2026/01/Taufstein-768x576.jpg [accessed 21 February 2026]
Copyright Instructions: PERMISSION NOT AVAILABLE – IMAGE NOT FOR PUBLIC USE
INFORMATION
Font ID: 26142WTG
Object Type: Baptismal Font1
Font Century and Period/Style: 12th century (?) [basin only], Medieval? [altered]
Church / Chapel Name: Katholische Kirche St. Jakobus der Ältere in Altenkirchen (Westerwald)
Font Location in Church: Now restored to the church interior [cf. FontNotes]
Church Patron Saint(s): St. James the Greater
Church Notes: [cf. FontNotes]
Church Address: 57610 Altenkirchen, Germany -- Tel.: +49 2681 5267
Site Location: Westerwald, Rheinland-Pfalz, Germany, Europe
Directions to Site: Located off the 8-256-414 roads confluence, in the municipality of Altenkirchen-Flammersfeld, 38 km E of Bonn, 36 km N of Koblenz
Ecclesiastic Region: Erzbistum Köln
Additional Comments: disused font / damaged font / buried font / altered font (base is modern replacement) /restored font [cf. FontNotes]
Town/City Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Altenkirchen_(Westerwald)
Font Notes:
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The entry for this church in the Gemeinde Altenkirchen [https://www.wwkirche.de/unsere-kirchen/st.-jakobus-altenkirchen/index.html] [accessed 21 February 2026] reports the oldest font in the Westerwald county: "das Taufbecken in der Taufkapelle und der älteste Taufstein im Westerwald".
A communication to BSI from Pol Herman (e-mail of 17 January 2026) reproduces the detailed narrative of the 'adventures' underwent by the old font, inluding its burial and later discovery and reatoration to the present location in the parish church from the Mammelzen site [https://www.mammelzen.de/der-aelteste-taufstein-des-westerwaldes/] [accessed 21 February 2026]: "Die Suche nach dem ältesten Taufstein des Westerwaldes ist spannend und liest sich wie ein Krimi. Denn dabei spielen die Ortsgemeinde Mammelzen, die Reformation, der Abriss des Altenkirchener Schlosses und ein gläubiger Schmied eine zentrale Rolle. Tippgeber war die Suche nach Kulturdenkmälern im Westerwald. Dort ist angegeben, dass sich an einer bestimmten Adresse in Mammelzen die Reste eines vorbarocken Taufsteins befinden. Mehr nicht. Doch bei einem Besuch vor Ort an genannter Adresse ist der Taufstein weg. Doch gibt es zwei gute Nachrichten, erstens wurde der Taufstein gefunden und zweitens stellt sich heraus, dass dieser mehr als 800 Jahre alte Taufstein wahrscheinlich der älteste Taufstein des Westerwaldes ist. Beginnen wir die Suche von vorne, indem wir uns ins Jahr 1200 zurück versetzen, als Altenkirchen offizieller Taufort des Christentums war und in der Stadt eine aus Stein erbaute, dreischiffige Pfeilerbasilika als Taufkirche errichtet wurde. In dieser Kirche befand sich ein Taufstein, an dem die christlichen Taufen vorgenommen wurden. Zu Beginn war diese Kirche katholischen Glaubens. Bis zur Reformation im Jahr 1519, bei der sich die Kirche in evangelische und katholische Christen spaltete. Auf Grund dessen führten die damaligen Landesherren der Grafen von Sayn im Jahr 1606 in ihrem Hoheitsgebiet den evangelischen Glauben ein. Dabei galt die Vorschrift, dass alle steinernen Taufbecken in den Kirchen entfernt werden mussten. Dies betraf auch den Taufstein in Altenkirchen, da die Kirche nun evangelisch war. Der Taufstein, bestehend aus Fuß und Taufbecken, wurde fortan auf dem Gelände des Altenkirchener Schlosses gelagert und fristet dort 256 Jahre lang sein Dasein. Bis zum Jahr 1862, denn dann fand eine Versteigerung des Schlossinventars statt, da das Schloss wegen Baufälligkeit abgerissen werden musste. Ein Landwirt aus Mammelzen ersteigerte den Taufstein, transportierte diesen nach Mammelzen und nutze den Stein fortan zum Waschen von Kartoffeln und Rüben für die Viehfütterung. Doch im Laufe der weiteren Jahre wurde der Taufstein nutzlos, geriet in Vergessenheit und wurde am Wegesrand gelagert. Der Dorfschmied, ein bekennender Christ, hatte wohl Mitleid und begrub den Taufstein auf seinem Grundstück, weil ihn, so wie er sagte, der „hillige Steen“ dauerte. Doch wo genau der Schmied, der inzwischen verstorben war, den Stein begraben hatte, wusste niemand. Aus den Kirchenbüchern überliefert, wurde der damalige Heimatverein Altenkirchen auf den Taufstein aufmerksam. Mehrere Suchen, die anschließend auf dem Grundstück in Mammelzen durchgeführt wurden, blieben erfolglos. Doch 16 Jahre später hatte man Glück, denn bei Erdarbeiten, die zum Bau einer Garage vorgenommen wurden, entdeckte man Steinreste. Und als man auf einem der Steine zwei Kreuze fand, war allen Beteiligten sofort klar, dass man den so lange verschollenen Taufstein gefunden hatte. Zwar hatte der Schmied den Fuß des Taufsteins zertrümmert, doch das Taufbecken war noch erhalten. Das Becken wurde kartografiert, in die Liste der Kulturdenkmäler von Rheinland-Pfalz aufgenommen, auf dem Grundstück in Mammelzen belassen und diente dem Grundstücksbesitzer fortan als Vogeltränke. Der zerbrochene Fuß wurde entsorgt. Doch das Glück meinte es gut, als Haus und Grundstück später den Besitzer wechselten. Der neue Eigentümer erkannte den Wert des Taufbeckens, nahm mit der katholischen Kirchengemeinde in Altenkirchen Kontakt auf und bot dieser das Taufbecken als kostenlose Dauerleihgabe an. Der damalige Pfarrer, Bruno Nebel, erklärte dazu: „Der Taufstein ist wirklich sehr alt, hat auch gelitten. Nachdem die Familie aus Mammelzen uns den Stein überlassen hatte, hat unser örtlicher Steinmetz einen Unterbau gefertigt, so dass er nun in unserer Pfarrkirche einen würdigen Platz gefunden hat“. Seit 2015 steht der wahrscheinlich älteste Taufstein des Westerwaldes, hergestellt im Jahr 1200, nun im Kirchenraum der katholischen Kirche von St. Jakobus Altenkirchen. Dort werden seitdem alle Taufen vollzogen, obwohl die Kirche über eine eigene Taufkapelle verfügt. Anmerkung: Die Recherche über die Historie und den Verbleib des Taufsteins hat mehrere Wochen gedauert. Besonderer Dank gilt dem Altbürgermeister Karl Rabsch der Ortsgemeinde Mammelzen und Günter Imhäuser vom Historischen Quartier der Kreisstadt, sowie der katholischen Kirchengemeinde St. Jakobus Altenkirchen, durch deren Hilfe und Mitwirken die Historie des Taufsteins dokumentiert werden konnte."
A communication to BSI from Pol Herman (e-mail of 17 January 2026) reproduces the detailed narrative of the 'adventures' underwent by the old font, inluding its burial and later discovery and reatoration to the present location in the parish church from the Mammelzen site [https://www.mammelzen.de/der-aelteste-taufstein-des-westerwaldes/] [accessed 21 February 2026]: "Die Suche nach dem ältesten Taufstein des Westerwaldes ist spannend und liest sich wie ein Krimi. Denn dabei spielen die Ortsgemeinde Mammelzen, die Reformation, der Abriss des Altenkirchener Schlosses und ein gläubiger Schmied eine zentrale Rolle. Tippgeber war die Suche nach Kulturdenkmälern im Westerwald. Dort ist angegeben, dass sich an einer bestimmten Adresse in Mammelzen die Reste eines vorbarocken Taufsteins befinden. Mehr nicht. Doch bei einem Besuch vor Ort an genannter Adresse ist der Taufstein weg. Doch gibt es zwei gute Nachrichten, erstens wurde der Taufstein gefunden und zweitens stellt sich heraus, dass dieser mehr als 800 Jahre alte Taufstein wahrscheinlich der älteste Taufstein des Westerwaldes ist. Beginnen wir die Suche von vorne, indem wir uns ins Jahr 1200 zurück versetzen, als Altenkirchen offizieller Taufort des Christentums war und in der Stadt eine aus Stein erbaute, dreischiffige Pfeilerbasilika als Taufkirche errichtet wurde. In dieser Kirche befand sich ein Taufstein, an dem die christlichen Taufen vorgenommen wurden. Zu Beginn war diese Kirche katholischen Glaubens. Bis zur Reformation im Jahr 1519, bei der sich die Kirche in evangelische und katholische Christen spaltete. Auf Grund dessen führten die damaligen Landesherren der Grafen von Sayn im Jahr 1606 in ihrem Hoheitsgebiet den evangelischen Glauben ein. Dabei galt die Vorschrift, dass alle steinernen Taufbecken in den Kirchen entfernt werden mussten. Dies betraf auch den Taufstein in Altenkirchen, da die Kirche nun evangelisch war. Der Taufstein, bestehend aus Fuß und Taufbecken, wurde fortan auf dem Gelände des Altenkirchener Schlosses gelagert und fristet dort 256 Jahre lang sein Dasein. Bis zum Jahr 1862, denn dann fand eine Versteigerung des Schlossinventars statt, da das Schloss wegen Baufälligkeit abgerissen werden musste. Ein Landwirt aus Mammelzen ersteigerte den Taufstein, transportierte diesen nach Mammelzen und nutze den Stein fortan zum Waschen von Kartoffeln und Rüben für die Viehfütterung. Doch im Laufe der weiteren Jahre wurde der Taufstein nutzlos, geriet in Vergessenheit und wurde am Wegesrand gelagert. Der Dorfschmied, ein bekennender Christ, hatte wohl Mitleid und begrub den Taufstein auf seinem Grundstück, weil ihn, so wie er sagte, der „hillige Steen“ dauerte. Doch wo genau der Schmied, der inzwischen verstorben war, den Stein begraben hatte, wusste niemand. Aus den Kirchenbüchern überliefert, wurde der damalige Heimatverein Altenkirchen auf den Taufstein aufmerksam. Mehrere Suchen, die anschließend auf dem Grundstück in Mammelzen durchgeführt wurden, blieben erfolglos. Doch 16 Jahre später hatte man Glück, denn bei Erdarbeiten, die zum Bau einer Garage vorgenommen wurden, entdeckte man Steinreste. Und als man auf einem der Steine zwei Kreuze fand, war allen Beteiligten sofort klar, dass man den so lange verschollenen Taufstein gefunden hatte. Zwar hatte der Schmied den Fuß des Taufsteins zertrümmert, doch das Taufbecken war noch erhalten. Das Becken wurde kartografiert, in die Liste der Kulturdenkmäler von Rheinland-Pfalz aufgenommen, auf dem Grundstück in Mammelzen belassen und diente dem Grundstücksbesitzer fortan als Vogeltränke. Der zerbrochene Fuß wurde entsorgt. Doch das Glück meinte es gut, als Haus und Grundstück später den Besitzer wechselten. Der neue Eigentümer erkannte den Wert des Taufbeckens, nahm mit der katholischen Kirchengemeinde in Altenkirchen Kontakt auf und bot dieser das Taufbecken als kostenlose Dauerleihgabe an. Der damalige Pfarrer, Bruno Nebel, erklärte dazu: „Der Taufstein ist wirklich sehr alt, hat auch gelitten. Nachdem die Familie aus Mammelzen uns den Stein überlassen hatte, hat unser örtlicher Steinmetz einen Unterbau gefertigt, so dass er nun in unserer Pfarrkirche einen würdigen Platz gefunden hat“. Seit 2015 steht der wahrscheinlich älteste Taufstein des Westerwaldes, hergestellt im Jahr 1200, nun im Kirchenraum der katholischen Kirche von St. Jakobus Altenkirchen. Dort werden seitdem alle Taufen vollzogen, obwohl die Kirche über eine eigene Taufkapelle verfügt. Anmerkung: Die Recherche über die Historie und den Verbleib des Taufsteins hat mehrere Wochen gedauert. Besonderer Dank gilt dem Altbürgermeister Karl Rabsch der Ortsgemeinde Mammelzen und Günter Imhäuser vom Historischen Quartier der Kreisstadt, sowie der katholischen Kirchengemeinde St. Jakobus Altenkirchen, durch deren Hilfe und Mitwirken die Historie des Taufsteins dokumentiert werden konnte."
Credit and Acknowledgements: We are grateful to Pol Herman for bringing this font to our attention and for his help documenting it
COORDINATES
Latitude & Longitude (DMS): 50° 41′ 19.69″ N, 7° 38′ 55.85″ E
MEDIUM AND MEASUREMENTS
Material: stone
Font Shape: cylindrical (mounted)
Basin Interior Shape: round
Basin Exterior Shape: round