Holle
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Results: 6 records
view of church exterior - southwest view
Scene Description: Source caption: "St.-Dionysius-Kirche - erbaut 1277 auf einer Sandkuppe"
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Image Source: digital photograph 18 March 2013 by Wemken [https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Dionysius_Kirche_Holle01.JPG] [accessed 19 July 2023]
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Image Source: edited detail of a digital photograph by Tobias Trapp in the Ludwig-Münstermann-Gesellschaft e.V. [https://www.ludwig-muenstermann.de/werke/kirchen/holle] [accessed 19 July 2023]
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symbol - shield - coat of arms - 6
Scene Description: with the corresponding identification painted above each
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view of font cover - detail
Scene Description: showing two types of inscriptions: 1) painted in black lettering by the Apostles' figures and 2) carved around the broad scotia near the bottom
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INFORMATION
Font ID: 24794HOL
Object Type: Baptismal Font1
Font Date: 1624
Font Century and Period/Style: 17th century(early), Baroque
Workshop/Group/Artisan: Workshop of Ludwig Münstermann
Museum: Landesmuseum Oldenburg, Inv. 4.096
Church / Chapel Name: Evangelisch-lutherische Pfarrkirche St. Dionysius
Font Location in Church: [in a museum]
Church Patron Saint(s): St. Denys [aka Denis, Dennis, Dionis, Dyonisius]
Church Notes: 13thC church documented 1277; modified several times since;
Church Address: [NB: address & coordinates are for the church] Holler Kirchweg 2, 27798 Hude, Germany -- Tel.: +49 4408 923192
Site Location: Oldenburg, Niedersachsen, Germany, Europe
Directions to Site: Located in the municipality and 10 km NW of Hude, about 15 km ENE of Oldenburg
Additional Comments: disused font (too damaged to continue its use the font was ceded to the Oldenburger Kunstgewerbemuseum in 1907 [Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg since 1921])
Font Notes:
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Batismal font and cover by Ludwig Münstermann, described and illustrated in Ludwig-Münstermann-Gesellschaft e.V. [https://www.ludwig-muenstermann.de/werke/kirchen/holle] [accessed 19 July 2023]; a highly decorated and architecturally complex set of font and cover of 1623: "Zustand: Nach schweren Beschädigungen war die Taufe in der Holler Kirche unbrauchbar geworden und wurde 1879 in Erachtung ihrer künstlerischen Bedeutung in die Großherzogliche Alterthümersammlung zur Aufbewahrung abgegeben. Erst im Landesmuseum konnte sie durch Ergänzungen am Fuß des Beckens und durch Ersatz der Baldachin-Figuren durch sichtbar hinzugefügte Baluster-Stützen wieder fähig zur Präsentation gemacht werden. Am steinernen Becken sind Reste der womöglich ursprünglichen, gleich nach der Fertigstellung durch Dietrich Meyer aufgebrachten Fassung erhalten; der aufgesetzte hölzerne Beckenrand sowie der Deckel zeigen offenbar eine spätere Übermalung.
Die auf 1626 datierte, und laut Quelle von dem Oldenburger Otto Schwertfeger getriebene eingesetzte Taufschale aus Messing verblieb in der Kirche und befindet sich seit 1982 in einem neuen Taufstein [...] Die Kuppa des sechseckigen Beckens wird von der Gestalt des hockenden Johannes des Täufers getragen; auf die Segmente der Wandung sind Wappen und Namensinschriften der Stifter reliefiert. Der obere Rand der Kuppa wird durch ein aufgesetztes hölzernes Kranzgesims erweitert. Aus den reich ornamentiert gerahmten Segmenten der Deckel-Kuppel sind die ausdrucksvollen Halbfiguren von sechs Aposteln in virtuoser Schnitztechnik herausgearbeitet. Darüber erhebt sich ein von den übrigen Aposteln getragener Baldachin über der Taufgruppe (Johannes tauft Jesus), die verlorenen Apostelfiguren sind durch Baluster-säulen ersetzt. Unter dem Boden der Taufgruppe befindet sich die liegende Gruppe des Sündenfalls von Adam und Eva mit der Schlange am Baum der Erkenntnis. Zuoberst ein weiterer kleiner Baldachin, auf dessen Spitze Moses mit den beidseitig aufgesetzten Gesetzestafeln sitzt. Bemerkenswert an der Holler Taufe ist die ungewöhnliche skulpturale Gestaltung, mit der Münstermann die üblicherweise in Einzelteilen zusammengefügte Struktur übergreifend als Ganzes bildhauerisch erarbeitet: Fuß, Tragefigur und Kuppa des Taufsteines werden in einem Stück gehauen, wobei eigentlich streng und geradlinig geformte Motive der Architektur, wie der Abakus des Kapitells über Schultern und Kopf des Trägers, auf dessen Waagerechten die Kuppa nach den tektonischen Regeln senkrecht aufzusetzen hat, sich plastisch verformt und der sie berührenden Wölbung mit leichter Krümmung anpasst. Desgleichen wird die hölzerne Kalotte des Deckels aus einem Stück geschnitzt, und mit solcher Kunstfertigkeit, dass dabei sogar ungewöhnliche Wirkungen räumlicher Tiefe erzielt werden, als ob die weit herausragenden Köpfe der Apostel-Halbfiguren wie durch ein Fenster aus dem Dunkel des tiefen Inneren herauszublicken scheinen. Auch Baldachinkuppel mit Laterne und pfeifenvertieftem Kranzgesims sind wie aus einem Stück modelliert, so dass die sechsteilige, durchaus tischlermäßig zerlegbare Struktur des Aufbaus von der übergreifenden bildhauerischen Plastizität aufgehoben erscheint: ein eindrucksvolles und glänzend wirksames Beispiel für die skulptural gestaltende Bildauffassung Ludwig Münstermanns."
Die auf 1626 datierte, und laut Quelle von dem Oldenburger Otto Schwertfeger getriebene eingesetzte Taufschale aus Messing verblieb in der Kirche und befindet sich seit 1982 in einem neuen Taufstein [...] Die Kuppa des sechseckigen Beckens wird von der Gestalt des hockenden Johannes des Täufers getragen; auf die Segmente der Wandung sind Wappen und Namensinschriften der Stifter reliefiert. Der obere Rand der Kuppa wird durch ein aufgesetztes hölzernes Kranzgesims erweitert. Aus den reich ornamentiert gerahmten Segmenten der Deckel-Kuppel sind die ausdrucksvollen Halbfiguren von sechs Aposteln in virtuoser Schnitztechnik herausgearbeitet. Darüber erhebt sich ein von den übrigen Aposteln getragener Baldachin über der Taufgruppe (Johannes tauft Jesus), die verlorenen Apostelfiguren sind durch Baluster-säulen ersetzt. Unter dem Boden der Taufgruppe befindet sich die liegende Gruppe des Sündenfalls von Adam und Eva mit der Schlange am Baum der Erkenntnis. Zuoberst ein weiterer kleiner Baldachin, auf dessen Spitze Moses mit den beidseitig aufgesetzten Gesetzestafeln sitzt. Bemerkenswert an der Holler Taufe ist die ungewöhnliche skulpturale Gestaltung, mit der Münstermann die üblicherweise in Einzelteilen zusammengefügte Struktur übergreifend als Ganzes bildhauerisch erarbeitet: Fuß, Tragefigur und Kuppa des Taufsteines werden in einem Stück gehauen, wobei eigentlich streng und geradlinig geformte Motive der Architektur, wie der Abakus des Kapitells über Schultern und Kopf des Trägers, auf dessen Waagerechten die Kuppa nach den tektonischen Regeln senkrecht aufzusetzen hat, sich plastisch verformt und der sie berührenden Wölbung mit leichter Krümmung anpasst. Desgleichen wird die hölzerne Kalotte des Deckels aus einem Stück geschnitzt, und mit solcher Kunstfertigkeit, dass dabei sogar ungewöhnliche Wirkungen räumlicher Tiefe erzielt werden, als ob die weit herausragenden Köpfe der Apostel-Halbfiguren wie durch ein Fenster aus dem Dunkel des tiefen Inneren herauszublicken scheinen. Auch Baldachinkuppel mit Laterne und pfeifenvertieftem Kranzgesims sind wie aus einem Stück modelliert, so dass die sechsteilige, durchaus tischlermäßig zerlegbare Struktur des Aufbaus von der übergreifenden bildhauerischen Plastizität aufgehoben erscheint: ein eindrucksvolles und glänzend wirksames Beispiel für die skulptural gestaltende Bildauffassung Ludwig Münstermanns."
Credit and Acknowledgements: We are grateful to Pol Herman for bringing this font to our attention and for his help in documenting it
COORDINATES
UTM: 32U 457956 5890159
Latitude & Longitude (Decimal): 53.159149, 8.371191
Latitude & Longitude (DMS): 53° 9′ 32.93″ N, 8° 22′ 16.29″ E
MEDIUM AND MEASUREMENTS
Material: stone, sandstone
Font Shape: hexagonal, mounted
Basin Exterior Shape: hexagonal
Diameter (includes rim): 58 cm*
Font Height (less Plinth): 84.5 cm*
Notes on Measurements: * Ludwig-Münstermann-Gesellschaft e.V.
LID INFORMATION
Date: 1623
Material: wood
Apparatus: no
Notes: [cf. FontNotes]